Frankfurt am Main – der Wink der weiten Welt

Eine Nacht Frankfurt am Main und schon geht es wieder nach Hause – so schnell können zwei Tage Metropole vorbei sein. Dieser Tag begann und endete mit Fernwehgefühlen: internationales Frühstücksbuffet sowie der größte deutsche Flughafen gaben den Rahmen eines bewölkten Freitags am Ende des Jahres 2012.

Nun ist er also da, der zweite Tag in Frankfurt am Main. Und damit auch leider schon der letzte. Der Wecker klingelt kurz vor Sonnenaufgang, damit nebenbei noch ein kleines Timelapse entstehen kann.

Guten Morgen Frankfurt!

Guten Morgen Frankfurt!

Das dabei entstandene Timelapse-Video könnt ihr euch gleich hier anschauen – Viel Spaß!

Die Bilder sind im Kasten, es ist die perfekte Zeit zum Frühstücken und der Tag lässt Hoffnung aufkommen: laut Wetterbericht kein Regen, geringe Niederschlagswahrscheinlichkeit bei bewölktem Himmel und gelegentlich sogar Sonnenschein!

Zunächst aber einmal das Frühstücksbuffet: riesige Auswahl. Leckereien…kalt und warm, dazu eine große Auswahl an Tee und Säften sowie Kaffee. Unsere Teller füllen wir aber eher klassisch: kleine Brötchen mit Wurst, Käse und Gurke. Auch warme Mahlzeiten wie Asiagemüse mit Reis sind im Angebot, aber so früh am Tag kann ich noch nichts Warmes essen.

Im stilvoll eingerichteten Restaurant Gaía, wo das Frühstücksbuffet stattfindet, herrscht an diesem Morgen internationales Geplauder: Deutsch überwiegt, aber auch Englisch ist häufig vertreten. Andere Sprachen hörten wir nur kurz am Buffet, nicht jedoch von unserem Platz. Ich persönlich mag so ein internationales Flair, wie wir es am Tag zuvor ja bereits erlebt haben.

Nachdem ich noch frisches Obst gegessen und meinen Tee leer getrunken habe, verschlägt es uns wieder hoch aufs Zimmer. Koffer packen. Vorher allerdings noch ein letztes Mal den Blick auf die Skyline genießen – dieses Mal vom Bett aus.

Skylineblick vom Bett aus

Skylineblick vom Bett aus

Die Koffer sind schnell gepackt und zugeklappt, für eine Nacht braucht man ja nicht so viel mitnehmen ausräumen. Im Internet holen wir uns noch die letzten Informationen für die geplanten Tagesaktivitäten und begeben uns zum Auto in der Tiefgarage.

Das Zimmer haben wir als kostenlosen “Late-Checkout” bis 15:00 Uhr reserviert (hätten wir auch bis 18:00 Uhr machen können), sodass wir die Koffer noch im Zimmer lassen.

Erstes Ziel ist an diesem letzten Freitag im Jahr 2012 der Schaumainkai in Sachsenhausen. Hier wollen wir den Blick auf die Skyline genießen. Trotz Internetrecherche konnten wir uns nicht so genau vorstellen, ob der Blick wirklich so phänomenal ist wie er sein sollte. Aber, was soll ich sagen – er war besser! Nicht weit entfernt von der Dreikönigskirche finden wir einen Parkplatz am Straßenrand – optimal gelegen zwischen Eisernem Steg und Alter Brücke, zu der wir uns nun zu Fuß begeben.

Auf der gegenüberliegenden Mainseite erhebt sich bereits die Skyline, doch wir blicken zunächst auf den Frankfurter Dom (der eigentlich Kaiserdom St. Bartholomäus heißt) und zwischen 1250 und 1514 erbaut wurde. Er ist der größte kirchliche Bau der Mainmetropole und war früher die Wahl- und Krönungskirche der römisch-deutschen Kaiser. Im Vordergrund die “Nautilus” und “Wikinger” der Primus-Linie.

Kaiserdom St. Bartholomäus

Kaiserdom St. Bartholomäus

Angetrieben vom Drang nach einem unvergleichlichen Skylineblick überqueren wir die Alte Brücke ungefähr bis zur Hälfte. Sie ist die älteste Brücke in Frankfurt am Main und wurde erstmals 1222 urkundlich erwähnt. Insgesamt wurde sie seitdem 18 Mal zerstört, zuletzt 1945. 1965 wurde das Mittelstück durch eine Stahlkonstruktion ersetzt und sollte eigentlich 2011 oder 2012 saniert werden, was bislang aber noch nicht geschehen ist.

Unterdessen lässt sich die Sonne langsam durch die Wolken blicken und erhellt die majestätisch über dem Main hervorlugende Skyline – das ist der Grund, warum ich Frankfurt so mag!

Alte Brücke: Blick über Main zur Skyline

Alte Brücke: Blick über Main zur Skyline

Unterdessen am Himmel über Sachsenhausen: wenige Minuten später wird diese Boeing B757 den Frankfurter Airport erreichen. Die Sicht aus dem Flugzeug auf Frankfurt muss toll sein!

Himmel über Frankfurt-Sachsenhausen

Himmel über Frankfurt-Sachsenhausen

Von der Alten Brücke gehen wir hinunter an den Main, dessen Wasserstand höher als normal ist und an dem sich viele Enten, Schwäne, Gänse und Möwen tummeln. Im Hintergrund wächst der Neubau der Europäischen Zentralbank in die Höhe wächst. Der Nordturm wird 185 Meter hoch sein, der Südturm 165 Meter und zusammen mit der Antenne wird das Gebäude insgesamt 220 Meter in den Frankfurter Himmel ragen.

Neubau Europäische Zentralbank vom Mainufer aus

Neubau Europäische Zentralbank vom Mainufer aus

Mainufer Frankfurt

Mainufer Frankfurt

Mainufer Frankfurt

Mainufer Frankfurt

Wir folgen dem Uferweg in Richtung Eiserner Steg und werden weiterhin von allerlei Wasservögeln begleitet. Ob ein sich putzender Schwan im Wasser oder diese fünf Gänse – Frankfurt am Main scheint sich zu einem wahren Vogelparadies zu entwickeln.

Dreikönigskirche Sachsenhausen am Mainufer

Dreikönigskirche Sachsenhausen am Mainufer

Unweigerlich zieht die großartige Skyline uns magisch an, ist sie vom Sachsenhäuser Mainufer doch perfekt einzusehen. Im Vordergrund der rund 174 Meter lange Eiserne Steg, mit eines der Wahrzeichen von Frankfurt.

Eiserner Steg mit Skyline

Eiserner Steg mit Skyline

1868 wurde die Fußgängerbrücke erbaut. Damals musste jeder, der die Brücke überqueren wollte, eine kleine Maut bezahlen. Heute ist das zum Glück nicht mehr der Fall.

Eiserner Steg von Sachsenhausen aus

Eiserner Steg von Sachsenhausen aus

Da wir bald schon wieder ins Hotel zum Auschecken müssen, können wir uns leider nicht so lange auf der Brücke aufhalten. Die Sonne strahlt weiterhin die Skyline an, die mit ihren verglasten Gebäuden das Licht reflektiert. Frankfurt, deine Skyline ist einfach ein Traum!

Die schönste Skyline Deutschlands

Die schönste Skyline Deutschlands

Wir gehen ein paar Schritte Richtung Frankfurter Mainseite, blicken hinauf auf den Fluss, beobachten die anderen Touristen und werden fündig. Wie schon zuvor in Köln, auf Langeoog oder in Eltville – auch hier hängen Liebesschlösser!

Liebesbeweise anderer Paare

Liebesbeweise anderer Paare

13:40 Uhr am Freitagnachmittag: Zeit zu gehen. Zeit, Abschied vom Eisernen Steg zu nehmen. Zeit, sich vom Main zu verabschieden. Zeit, sich von der Skyline zu verabschieden – zumindest vorübergehend.

Eiserner Steg

Eiserner Steg

Standesgemäß steigen wir wieder in unser Auto ein, dass uns zum Flughafen bringt. Wie gesagt – am Straßenrand war noch ein Parkplatz frei.

Auf zum Flughafen!

Auf zum Flughafen!

Nein, leider ist das nicht unser Transportmittel zum Rhein-Main-Flughafen. Unseres steht ein paar Meter weiter, ordnungsgemäß abgestellt auf einem der Parkplätze und mit Parkschein hinter der Windschutzscheibe. Langsam heißt es für uns wirklich “Goodbye Frankfurt”.

Bereits in anderen Reiseberichten wie Hamburg habe ich es anklingen lassen: Flugzeuge sind faszinierend und ich interessiere mich schon seit langem hierfür. Daher darf ein Besuch am Frankfurter Flughafen nicht fehlen. An der Autobahn A5 gibt es eine Fußgängerbrücke, von der aus man schöne Fotos machen kann. Für uns ist dies der Abschluss eines international geprägten Frankfurt am Main. Vor allem das Hotel hat hierzu beigetragen, in dem die Piloten und die Crew sich von den Reisestrapazen erholt haben.

Am Flughafen tat sich einiges, doch alle Bilder möchte ich euch ersparen und nur einen kurzen Überblick geben. Darunter auch der erste Airbus A380, den wir live gesehen haben.

Airbus A380 "Frankfurt am Main" der Lufthansa

Airbus A380 “Frankfurt am Main” der Lufthansa

 

Airbus A319 der Air France im Landeanflug

Airbus A319 der Air France im Landeanflug

Nach einem kurzen Aufenthalt an der A5 ist es dann soweit: wir müssen zurück ins Hotel und unser Zimmer ausräumen. Die Koffer sind gepackt, so dass wir nur noch einladen müssen. Ein allerletzter Blick aus Zimmer 1009 auf die Skyline, ein letzter Blick ob wir noch was im Zimmer liegen haben…und schon sind wir wieder an der Rezeption, um unsere Zimmerkarten abzugeben.

Wir zahlen noch 25 € für die Tiefgarage, gehen an den nächsten Gästen vorbei (die das internationale Flair des Hotels wieder hervorheben: Stewardessen und Piloten von Etihad Airways) und verlassen ein wenig wehmütig das Hotel. Unser Zimmer war übrigens das unter dem, wo die Gardine am weitesten zurückgezogen ist.

Radisson Blu Hotel Frankfurt

Radisson Blu Hotel Frankfurt

Nach zwei wundervollen Tagen Großstadt, Skylineblick und Internationalität geht es wieder in die Provinz: zurück in den Norden. Ein herzliches Dank geht an meine Freundin, die diesen Kurztrip geplant und ihn mir zu Weihnachten geschenkt hat!

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