Wie sich Blicke verändern – ein Nachmittag in Frankfurt am Main

Endlich – draußen. Draußen, unterwegs in der Welt. Zumindest ein wenig. Aber ich spüre den Hauch der weiten Welt. Nicht weit entfernt von mir donnern Airbus, Boeing und Co im Minutentakt hinauf in die Lüfte – und zwar schon seit dem Morgen. Es kribbelt in meinem Bauch, und das sind nicht die Vibrationen der Flugzeuge. Wohl eher das Reisefieber, welches wieder in mir aufsteigt.

Aber es hilft nichts – ich muss zurück zum Auto. Am Flughafen ist keine Pause zu hören, auch weiterhin beginnen hier für unzählige Reisende die Flüge. Ganz nach Hause fahre ich jetzt noch nicht, ein Zwischenstopp in Frankfurt City steht noch an. Auch wenn ich jetzt schon öfters hier war, in Mainhattan…die Metropole lässt mich nicht los. So faszinierend, so großartig. Jedes Mal entdecke ich etwas neues, jedes Mal nehme ich etwas neues wahr.

Meine Blicke auf die Stadt verändern sich. War es beim ersten Mal noch das offensichtliche, ist es jetzt auch das unauffällige. Ist euch zum Beispiel mal aufgefallen, an wie vielen verschiedenen Häusern sich der MainTower spiegelt? Nicht? Achtet mal drauf! Ich habe mindestens 5 verschiedene Gebäude gefunden, an denen sich irgendwelche Spiegelbilder gefunden haben. Überhaupt habe ich meinen Fokus im wahrsten Sinne des Wortes dieses Mal vermehrt auf die moderne Architektur Frankfurts gerichtet, über die ein gesonderter Artikel folgen wird.

Fassade der Deutschen Bank

Fassade der Deutschen Bank

Letztlich darf aber auch etwas Klassik nicht fehlen – wie die Alte Oper mit Opernplatz oder die Katharinenkirche an der Hauptwache. Früher dachte ich, alles sei weit auseinander. Aber jetzt, nach mehreren Besuchen, fällt mir auf – ist ja gar nicht so! Alles nah beieinander. Frankfurt ist ja doch gar nicht so groß ;-)

Alte Oper und Opernbrunnen

Alte Oper und Opernbrunnen

Katharinenkirche an der Hauptwache

Katharinenkirche an der Hauptwache

Nicht nur über der Erde spielt sich in Frankfurt das blühende Leben ab – auch unter der Oberfläche, in den Tiefen des U-Bahn-Systems, herrscht reges und hektisches Treiben. Im Minutentakt fahren U-Bahnen ein und aus, spucken Fahrgäste aus, nehmen neue auf und schon geht die Fahrt weiter. Häufigste Beschäftigung beim Warten: das Smartphone.

frankfurt underground

frankfurt underground

Für mich endet der Tag in Mainhattan dann genüsslich – zuerst bei Starbucks in der Neuen Mainzer Landstraße, dann auf der Fressgass. Mit einer original Thüringer Rostbratwurst vom Rheingauer Weinmarkt verbringe ich die Zeit auf der Mauer vom Opernbrunnen. So wie viele andere Frankfurter. Und irgendwie fühle ich mich jetzt auch wie einer von ihnen – zumindest kurzzeitig. Sitzen, Pause machen, genießen und die Umgebung beobachten. Ganz Großstadtlike. Und wieder ein veränderter Blick auf diese fazinierende Stadt…

Opernplatz

Opernplatz

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