Skispringen: das waren die letzten Vorbereitungen an der Mühlenkopfschanze

Die Temperaturen von unter Null Grad Celsius kamen wie gerufen, ebenso der Schnee in der letzten Woche. Die einen ärgerten sich über die weiße Pracht, doch vor allem in Willingen im Upland hörten die Gesichter nicht mehr auf zu Grinsen: endlich kalt genug für eigenen Schnee. Mehrere Zentimeter Neuschnee fielen, dazu konnten die Schneekanonen angeworfen werden und die Transporte des “weißen Goldes” aus Neuss, Bispingen, Bremerhaven und Titisee-Neustadt wurden weniger.

Die Mühlenkopfschanze, die größte Großschanze der Welt, erstrahlte in einem weißen Kleid, das nicht nur den Auslauf einhüllte, sondern auch die umliegenden Bäume und Hänge des Uplands. Am Wochenende sah es hier anders aus – dicht an dicht standen die Fans, um die Athleten mit einem lautstarken “ziiiiieeeeeh” ins Tal zu tragen.

Der Donnerstag vor der größten Winterparty des Uplands stand dagegen noch ganz im Zeichen der Aufbauarbeiten. Am Hang war das Tretkommando zur Stelle, um den gefallenen Schnee zu komprimieren und damit bereits erste Vorbereitungen für die Qualifikation zu schaffen.

Ruhe vor der Party: die Mühlenkopfschanze

Ruhe vor der Party: die Mühlenkopfschanze

Mittlerweile Vergangenheit...

Mittlerweile Vergangenheit…

Im Stadion, rund um den Auslauf herum, wuselten Mitarbeiter von TV Sendern umher, verteilten ihr Equipment, probierten den Schwenkarm aus, schlossen Kabel an . Drei Millionen Zuschauer an den Fernsehbildschirmen sahen das Spektakel schließlich gemütlich vom Sofa aus und verpassten die fantastische Stimmung live vor Ort. Oben, Richtung Sprungrichterturm und Schanze, war vom geschäftigen Treiben nichts mehr zu spüren: winterliche Idylle herrschte auf den ersten Blick.

...momentan noch nicht benötigt

…momentan noch nicht benötigt

Winterwonderland

Winterwonderland

Sonnenschein und blauer Himmel lockten nicht nur die fleißigen “Free Willys” an die Schanze, sondern auch interessierte Zuschauer, die sich die Aufbauarbeiten nicht entgehen lassen wollten. Bier- und Bratwurststände wurden ebenso aufgebaut wie die Bühne von Radio Sauerland, im Café Aufwind wurden Tische und Stühle gerückt…alles unter teils kritischen und neugierigen Blicken.

Kritisch beäugt: die Aufbauarbeiten

Kritisch beäugt: die Aufbauarbeiten

Von Hektik war trotzdem nichts spüren, alle Arbeiten lagen im Zeitplan und liefen koordiniert ab – sollten sie auch, denn keine 24 Stunden später standen anstelle von Autos, Lieferwagen und Arbeitsmaschinen bereits die ersten Fans hier, in freudiger Erwartung auf Training und Qualifikation – und den beiden Einzelspringen, die im Rahmen der Sportschau übertragen wurden.

Rushhour im Stadion

Rushhour im Stadion

Das (noch) verwaiste Studio der ARD

Das (noch) verwaiste Studio der ARD

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