München zu Füßen und in der Ferne die Alpen

Graue Wolken. Überall. Ein bewölkter Himmel begleitet mich, als ich durch die für die Olympischen Sommerspiele 1972 angelegte Anlage mit seinen Sportstätten laufe. Neben in die Höhe aufragenden Masten, die die Fixpunkte für die Zeltdachkonstruktionen der Hallen darstellen, springt vor allem der 291 Meter hohe Olympiaturm ins Auge. Ich muss mich erst einmal orientieren: was ist wo – und vor allem…wo ist der Olympiaberg?

Am Fuße des Olympiaturms

Am Fuße des Olympiaturms

Die Antwort wird mir klar, als ich über den insgesamt 8,6 Hektar großen Olympiasee blicke – dort muss er sein. Wege führen quer über den Hang, stetig nach oben und in einiger Entfernung stehen kleine menschenähnliche Gestalten auf einer Erhebung: gefunden! Ich folge dem Weg um das Wasser herum. Enten schwimmen vergnügt umher, manche putzen ihr Gefieder, manche schlafen – unbeirrt von den Menschen, die um sie herum über die Wege laufen.

Apropos Schwimmen – in der ehemaligen Olympia-Schwimmhalle am anderen Seeufer befindet sich heute ein öffentliches Schwimmbad, welches der eine oder andere vielleicht durch das TV Total Turmspringen kennen gelernt haben könnte. Nach Schwimmen ist mir jetzt aber nicht zumute, denn…

Olympiasee

Olympiasee

Blick zur Olympia-Schwimmhalle

Blick zur Olympia-Schwimmhalle

…vor mir befindet sich nun der Weg, der mich auf den Olympiaberg führt. Die Sonne treibt noch immer ein Versteckspiel hinter grauen Wolken, kaum ein Sonnenstrahl verirrt sich durch die Wolkendecke herab. Davon unbeirrt herrscht hier auf den Wegen hinauf zum Gipfel noch reges Treiben – Jogger verbrennen Kalorien, Eltern zeigen ihren Kindern wie groß München ist und Touristen aus dem In- und Ausland füllen – wie ich – die Speicherkarten ihrer Kameras.

Auf dem Weg zum Gipfel

Auf dem Weg zum Gipfel

Olympiaberg

Olympiaberg

Ein paar Schritte weiter ist es dann so weit – die Häuser der Stadt werden sichtbar und mit ihnen die Alpen. Ungefähr 90 Kilometer weit entfernt, doch trotzdem wirken sie so nah, als sei es ein Katzensprung. Ich folge dem Weg, der mich bis zu meinem Ziel führt – an die höchste Stelle des Olympiabergs. Mein Blick schweift umher, fällt auf das geschichtsträchtige Olympiastadion und seinen Nachfolger, die Allianz Arena…

Blick auf München und die Alpen

Blick auf München und die Alpen

Olympiastadion mit Uptown Hochhaus

Olympiastadion mit Uptown Hochhaus und…

...Allianz-Arena

…Allianz-Arena

…und auf die Alpen mit Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze (2.962 Meter hoch). Auch wenn ich mehr ein Kind der See bin – das Panorama der Berge hat auch was für sich und zeigt wie klein die Großstadt dann doch wiederum eigentlich ist. Fasziniert schaue ich gen Horizont, wo sich die Sonne ihren Weg durch die Wolken gebahnt hat und lasse die Atmosphäre auf mich wirken. Innerlich vergleiche ich ein wenig: der Ettelsberg bei Willingen, die höchste Erhebung in meinem Heimatlandkreis, ist 838 Meter hoch…das ist fast 3,5 mal kleiner als die Zugspitze. Bemerkenswert…

Zugspitze

Zugspitze

Vielen Dank an hrs und die Deutsche Bahn für die Einladung nach München. Alle Erlebnisse und die daraus entstehenden Reiseberichte bleiben hiervon unberührt.

2 Kommentare

  1. Ui, da bin ich jetzt grad ein wenig neidisch und verwundert. Den Olympiaberg kannte ich nicht und wusste gar nicht, dass man von dort so einen genialen Ausblick hat. Hach schade, das letzte Mal als wir dort waren, ging es schnurstracks in die Olympiahalle. ;-)

    Liebe Grüße
    Christina

    • War relativ spontan – ich hatte den Olympiapark auf dem Schirm, zusammen mit dem Olympiaturm. Ulli hat mir dann den Tipp mit dem Olympiaberg gegeben, danach fiel mir die Entscheidung für den Park ganz leicht ;-)

      Vielleicht beim nächsten Mal ne Stunde früher zum Konzert kommen und den Berg hinauflaufen – lohnt sich :-)

      Viele Grüße,
      Alex

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