Köln – von Schlössern und Schlüsseln

An diesem schönen Oktobertag, der es zuließ im T-Shirt umher zu laufen, verschlug es uns nach Köln. Unser eigentliches Ziel war die Hohenzollernbrücke – warum, dazu später mehr. Köln bot uns aber noch genug Programm für weitere Sehenswürdigkeiten wie den KölnTriangle und die Attraktion der Stadt – den Dom. Parallel dazu fanden an diesem Tag zwei Großveranstaltungen statt und für eine weitere waren die Arbeiten noch im vollen Gange.

Köln, viertgrößte Stadt Deutschlands, ca. 1.007.100 Einwohner

(01.10.2011)

Anreise

Die Anreise erfolgte über die A1 nach Köln. Vorbei an der Kölner Messe kamen wir in die Innenstadt. Passenderweise war an diesem Tag eine große Demonstration der IG Metall, sodass unser favorisierter Parkplatz am Heumarkt sowie einige Straßen in der Nähe gesperrt waren. Nach der Überquerung der Deutzer Brücke fuhren wir einfach geradeaus weiter und parkten letztendlich im Parkhaus von Galeria Kaufhof, Einfahrt über die Straße “An Sankt Agatha” – wir hätten auch über die Cäcilienstraße einfahren können. Auch in Höhe der Haltestelle Köln-Messe/Deutz waren einige Straßen gesperrt, da hier am nächsten Tag der Köln-Marathon starten sollte. Dennoch kamen wir problemlos vorbei.

Preise P1 und P2

  • 1,00 Euro in Stunde 1 – 3 für Kunden ab 5 € Einkaufswert
  • 1,50 Euro Stunde 4 für Kunden
  • Sonntags und Feiertags: 1,00 Euro
  • Maximale Tagesgebühr 15,00 Euro

Öffnungszeiten P1

  • Montag – Donnerstag 07:00 – 20:30
  • Freitag 07:00 – 21:30
  •  Samstag 07:00 – 20:30

Öffnungszeiten P2

  • Montag – Samstag 07:00 – 24:00
  • Sonntag 09:00 – 24:00

Unsere Tour

Route Köln

Route Köln

Als wir vor Kaufhof standen, orientierten wir uns erstmal. Der Kölner Dom war von unserem Parkplatz bereits zu sehen, sodass wir uns einfach spontan in die grobe Richtung orientierten. Vorbei an einer Kirchruine und dem „Haus Neuerburg“ ging es Richtung Wallraff-Museum.

Die Kirchruine ist eine Gedenkstätte der Kirche St. Alban (a), welche nach der Zerstörung im zweiten Weltkrieg als Gedenkstätte umgebaut wurde.

Gedenkstätte St. Alban

Gedenkstätte St. Alban

Ein Blick zur Orientierung zeigte uns: wir waren auf dem richtigen Weg, die uns entgegen strömenden Touristen zeigten uns ebenfalls, dass sie von einer Sehenswürdigkeit kamen.

Auf dem Weg zum Kölner Dom

Auf dem Weg zum Kölner Dom

Vorbei an Restaurants und kleinen Geschäften kamen wir dem Kölner Dom (b) immer näher.

Dort dann die nächste Überraschung: neben der anfangs bereits erwähnten Demonstration fand gleichzeitig die Domwallfahrt statt. Dazu war eine Bühne vor dem Dom aufgebaut, Gruppen traten auf und es gab diverse Ess- und Trinkstände. Abgesichert wurde die Veranstaltung – wie sollte es im katholischen Köln (ca. 42% katholisch, 18% evangelisch, 10% muslimisch, 30% keine oder andere Religion) anders sein – vom Malteser Hilfsdienst.

Domplatz

Domplatz

Als wir auf dem Domplatz standen und Richtung Turmspitzen schauten, wurde einem überhaupt erst einmal bewusst, wie groß der Dom wirklich ist.

Da gerade kein Gottesdienst stattfand, gingen wir durch das Südportal in dem Dom hinein.

Südportal Kölner Dom

Südportal Kölner Dom

Auch innen ist die Größe des Doms sehr imposant. Während wir im Eingangsbereich bereits über die Größe am Staunen war, fiel uns auf, dass auch viele ausländische Touristen den Dom besuchten. Man konnte niederländisch, spanisch, englisch und auch französisch aus dem Stimmengewirr heraushören.

Respekt an die damaligen Baumeister, die insgesamt 632 Jahre bis zur Fertigstellung benötigten. Wir folgten dem ausgeschilderten Weg und kamen an Grabmalen und schönen Fenstern vorbei. Es war nicht möglich, sich das gesamte Innenschiff anzusehen, sondern nur den Weg, der durch Absperrungen gebildet wurde.

Domfenster

Domfenster

Domfenster

Domfenster

Hier einmal die imposante Größe des Domschiffes, welches 43,35m in die Höhe misst und somit das vierthöchste der Welt ist.

Gewölbe Kölner Dom

Gewölbe Kölner Dom

Sehr schön anzusehen war die im Dom vorhandene Luft, die die durch das Fenster einfallende Licht sichtbar machte. Hatte tatsächlich etwas von Mystik und etwas Geheimnisvollen.

Lichteinfall im Kölner Dom

Lichteinfall im Kölner Dom

Nachdem wir den Dom verlassen hatten, blickten wir auf den Bahnhofsvorplatz des Hauptbahnhofes. Auch hier waren viele Menschen, ob sich jedoch alle auf Grund der Domwallfahrt dort aufhielten, kann ich nicht sagen. Die Altersstruktur war jedoch bunt gemischt, von jung bis alt war dort alles vertreten.

Bahnhofsvorplatz

Bahnhofsvorplatz

Vorbei an Hauptbahnhof und der Rückseite des Doms war unser nächstes Ziel bereits in Sichtweite, die Hohenzollernbrücke (c). Auch zu sehen ist unsere dritte Sehenswürdigkeit, das KölnTriangle mit Aussichtsplattform.

Bahnhof, Hohenzollernbrücke und KölnTrianglePanorama

Bahnhof, Hohenzollernbrücke und KölnTrianglePanorama

Ein Blick zurück, Richtung Einfahrt Hauptbahnhof und der Basilika St. Ursula.

St. Ursula und Hauptbahnhof

St. Ursula und Hauptbahnhof

Bevor wir die Brücke betraten, blickten wir auf den Rhein, die Hohenzollernbrücke und die östliche Rheinseite mit dem KölnTriangle.

Hohenzollernbrücke, Rhein und KölnTrianglePanorama

Hohenzollernbrücke, Rhein und KölnTrianglePanorama

Auffallend am Geländer der Hohenzollernbrücke sind die vielen kleinen Schlösser, die die Blicke der Passanten auf sich ziehen.

Schlösser im Fokus

Schlösser im Fokus der Passanten

Dies ist auch der Grund, warum sie unser Hauptziel während unseres Köln-Besuchs war. Pärchen gravieren Schlösser mit ihren Initialen und dem Datum, wann sie zusammen gekommen, ihrem Hochzeitstag, einem Spruch oder mit kleinen Bildchen. Sie dienen als Symbol der ewigen Verbundenheit und Liebe. Die Schlösser werden dann am Zaun auf Seite der Bahnschienen befestigt und die Schlüssel in den Rhein geworfen. Obwohl es den Brauch in Köln erst seit Spätsommer 2008 gibt, sind mittlerweile etliche Schlösser, die Verliebte dort aufgehangen haben – hier nur ein Ausschnitt der Brücke.

Schlösser auf der Brücke

Schlösser auf der Brücke

Schaut man im Gegenlicht auf das Geländer, so glitzern und funkeln die Schlösser richtig schön im Sonnenlicht.

Neben handelsüblichen Schlössern aus dem Baumarkt gibt es auch einige Unikate oder besonders kreative Schlösser. Mittlerweile machen auch einige Anbieter Geschäfte damit, indem sie lackierte Schlösser anbieten und diese professionell gravieren. Uns war das aber zu unpersönlich, sodass wir unser Schloss selber graviert haben. Sieht zwar ein wenig holprig aus, aber dafür ist es komplett selbst graviert.

Unser Schloss

Unser Liebesschloss

Aber nicht nur Pärchen befestigen hier Schlösser, auch Kegelvereine, Schützenvereine, … verewigen sich hier mit Schlössern oder Plaketten. Liebespärchen sind jedoch klar in der Überzahl.

Putzkolonne Hohenzollernbrücke

Putzkolonne Schützenverein St. Johannes – Kreuzkapelle

Auf dem Rhein, welcher unter der Brücke hindurch fließt, sind an diesem schönen Spätsommertag einige Schiffe unterwegs. Hier als Beispiel die “Rheinland”, mit der man Hafenrundfahrten machen kann.

Rheinland

“Rheinland”

Geht man weiter Richtung Brückenmitte, fällt auf, dass die Anzahl der Schlösser zunimmt. Sind die Plätze am Rand schon recht wenig, so sind ist der Platz hier noch minimaler. Teilweise sind an einer Sprosse ein oder zwei Schlösser befestigt, während es anfangs noch eins pro Sprosse war.

Schlösser auf der Hohenzollernbrücke

Schlösser auf der Hohenzollernbrücke

Dennoch fanden wir hier noch einen freien Platz, um auch unser Schloss hier zurückzulassen, die Schlüssel ließen wir anschließend in den Rhein fallen.

Nach der Überquerung befindet sich auf der rechten Seite das Hyatt-Hotel, dahinter unser nächstes Ziel, das KölnTrianglePanorama. Hier haben wir auf der Hinfahrt zum Parkhaus schon gesehen, dass sich auf dem Dach Personen befinden. Unsere Hoffnung war, dass es sich hierbei um eine öffentliche Aussichtsplattform handelt – mit unserer Vermutung lagen wir richtig.

Hyatt-Hotel mit KölnTrianglePanorama

Hyatt-Hotel mit KölnTrianglePanorama

Der Blick von der anderen Rheinseite Richtung Kölner Dom ist auch sehr schön.

Kölner Dom und Hohenzollernbrücke

Kölner Dom und Hohenzollernbrücke

Vorbei an einem Reiterdenkmal (d), welches Kaiser Wilhelm I. von Preußen zeigt, dem Hyatt-Hotel und über einen kleinen asphaltierten Weg im Grünen kamen wir am KölnTriangle an.

Kaiser Wilhelm I. von Preußen

Kaiser Wilhelm I. von Preußen

KölnTrianglePanorama von unten

KölnTrianglePanorama von unten

Da wir aber Hunger hatten, verschoben wir die Auffahrt auf die Aussichtsplattform auf ein paar Minuten später und liefen herüber zum Bahnhof Köln-Messe/Deutz, wo wir bei McDonald’s zu Mittag aßen.

Bahnhof Köln-Messe/Deutz

Bahnhof Köln-Messe/Deutz

Danach ging es für uns direkt Richtung KölnTriangle (e), wo wir mit dem Aufzug nach ganz oben auf die Aussichtsplattform fuhren. Von dort hat man einen sehr schönen Blick über Köln und das Umland, bis hin zum Siebengebirge. Die Plattform ist allerdings verglast, was in manchen Fällen zu Fotos mit Spiegelungen oder Unschärfen wegen Finger-/Handabdrücken führen kann. Hat man aber eine freie Stelle gefunden, so kann man problemlos durch die Scheibe hindurch fotografieren.

Eintrittspreise

  • 1 Person 3,00 €
  • 2 Personen 5,00 €
  • 3 Personen 7,00 €
  • 4 Personen 9,00 €
  • 5 Personen 11,00 e
  • Kinderwagen/Rollstuhlfahrer/Behinderte mit Begleitperson 2,00 €

Öffnungszeiten

  • 1. Oktober bis 30. April: Montag bis Freitag 12:00 bis 18:00 Uhr
  • 1. Oktober bis 30. April: Samstag, Sonntag, Feiertag 10:00 bis 18:00 Uhr
  • 1. Mai bis 30. September: Montag bis Freitag 11:00 bis 22:00 Uhr
  • 1. Mai bis 30. September: Samstag, Sonntag, Feiertag 10:00 bis 22:00

Je nach Tageszeit kann man schöne Bilder der Sehenswürdigkeiten von erhöhter Position machen.

Lanxess-Arena

Lanxess-Arena

Lanxess-Arena

Kölner Dom

Kölner Dom vom KölnTriangle

Kölner Dom vom KölnTriangle aus

Rhein

Rhein im Gegenlicht

Rhein im Gegenlicht

Flughafen Köln/Bonn

Flughafen Köln/Bonn

Flughafen Köln/Bonn

Siebengebirge

Siebengebirge

Siebengebirge

Danach ging es für uns wieder hinunter und zurück über die Hohenzollernbrücke Richtung Dom. Auf dem Domplatz waren die Abbauarbeiten bereits im Gange, es waren dennoch viele Besucher hier verteilt und an den Ess- und Trinkständen. Vorbei am von außen sehr exklusiv aussehenden”Le Meridien Dom Hotel Köln” direkt am Domplatz gingen wir dieses Mal durch die Hohe Straße Richtung Galeria Kaufhof. Die Kölner Altstadt hat sehr viele und sehr schöne Geschäfte.

Vorher erholten wir uns noch kurz im Starbucks Coffee (Am Hof 3, 50667 Köln (f)). Wir saßen im Obergeschoß am Fenster in zwei sehr gemütlichen Sesseln und konnten das Treiben an den Tischen der anderen Restaurants, Cafés und Eisdielen beobachten. Wir gingen durch die Hohe Straße weiter Richtung Auto. Ein Geschäft hielt uns dann doch aber noch ein wenig auf. In der Straße “An Sankt Agatha” befindet sich „The English Shop“ (g) – ein Laden, in dem alles auf Englisch ist und man englische Spezialitäten erwerben kann.

"The English Shop"

“The English Shop”

Die Preise sind auch für die in Deutschland erhältlichen Produkte etwas höher, aber durch die englische Verpackung und Ambiente erhält das Geschäft ein einzigartiges Flair, so dass die etwas höheren Preise gerechtfertigt sind. Sehr zu empfehlen, auch wenn man des Englischen nicht so mächtig sein sollte: Die Verkäufer/innen sprechen auch deutsch.

Fazit

Köln als viertgrößte Stadt Deutschlands bietet sehr schöne Möglichkeiten zum Einkaufen in der Altstadt und hat mit dem British-Shop auch etwas Außergewöhnliches zu bieten. Das, was wir während unseres Ausflugs von Köln gesehen haben, war sehr ansprechend und beeindruckend – allen voran der Kölner Dom, nicht zu Unrecht Deutschlands beliebteste Touristenattraktion. Die Restaurants haben wir nicht testen können, machten aber von außen einen sehr schönen Eindruck. Für Pärchen ist die Hohenzollernbrücke ein Muss, denn der Schloss-Brauch ist deutschlandweit hier am ausgeprägtesten – aber selbst wenn man kein Schloss hier hinterlässt ist der Anblick der vielen Schlösser eine schöne Erinnerung. Auch der Aussichtspunkt bietet sich für Köln-Besucher sehr an, vor allem durch die günstigen Eintrittspreise. Köln ist definitv eine Reise wert und bietet natürlich noch andere Sehenswürdigkeiten außer den hier gezeigten, z.B. Kranhaus oder das Schokoladenmuseum.

Unsere Tour hat insgesamt circa 5,5 Stunden gedauert, mit einigen Pausen (Starbucks, McDonald’s oder einfach nur auf der Mauer am westlichen Rheinufer gesessen). Sicher noch ausbaufähig, aber für einen ersten Besuch in Köln war die Route schon sehr sehens- und empfehlenswert.

 

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