Von London nach Cala d’Or – ein Rundgang durch den Hafen

Draußen, noch vor ein paar Minuten, plätscherten die Wellen des türkisen Mittelmeeres gegen den weißen Schiffsrumpf und die steilen Felsen der mallorquinischen Ostküste ragten vor uns empor. Jetzt fahren wir mitten durch sie hindurch, sie haben an Größe verloren. Langsam erreichen wir die Hafeneinfahrt, durchpflügen das türkisblaue Meer. Links von uns eröffnet sich eine kleine Bucht mit feinem Sand und einigen Palmen, die Menschen liegen in der Sonne, schwimmen oder spielen am Strand.

Die Mittagssonne knallt vom blau-weißen Himmel herab und spendet kaum Schatten, die Temperaturen pendeln zwischen “gerade noch erträglich” und “fast schon zu heiß”. Nur noch den Anleger ansteuern, festmachen – dann haben wir unser Ziel erreicht und können das Hafenleben von Bord aus genießen.

So ungefähr könnte es sich anfühlen, wenn man den Hafen von Cala d’Or – dem Nachbarort von Porto Petro – erreicht. Statt Ruhe und Beschaulichkeit ein komplett anderer Eindruck: Reichtum, Luxus und Häuser ganz in weiß. Ein jungfräuliches Weiß, als ob den Reichtum hier nichts beflecken könnte. Keine Fischerboote, das Geld wird anders geangelt: von vermögenden Urlaubern, die  – nicht wie wir nur imaginär – mit ihren millionenschweren Yachten in den Hafen einlaufen.

Wobei, einlaufen tun wir doch irgendwie in den Yachthafen von Cala d’Or (Marina Porto Cari) – eben wortwörtlich zu Fuß, vorbei an Palmen und dem ansprechend gestalteten Eingangsbereich.

Willkommen im Yachthafen von Cala d'Or!

Willkommen im Yachthafen von Cala d’Or!

Der kleine Ort mit rund 4.200 Einwohnern bietet hier im Hafen vielen luxuriösen und teuren Yachten einen Platz. Die Architektur wirkt modern und zugleich zeitlos. Kein Wunder, der von Ibiza stammende Architekt Josep Costa Ferrer ließ sich Anfang der 1930er Jahre, als er die kleine Stadt am Meer plante, von seiner Heimat inspirieren. Typisch für Cala d’Or sind daher die flach gebauten und weiß gestrichenen Häuser. Hochgebaute Hotels wie in Cala Millor oder Can Picafort findet man daher hier nicht.

Blick über das Gelände der kleinen Werft in den Yachthafen

Blick über das Gelände der kleinen Werft in den Yachthafen

"Perletta" im Hafen von Cala d'Or

“Perletta” im Hafen von Cala d’Or

Typisch für Cala d’Or sind aber auch die vielen exklusiven Yachten im hiesigen Hafen, der sich in der Bucht Cala Llonga befindet. Von klein aber fein bis groß und teuer ist alles vertreten. Ein Rundgang durch den Hafen offenbart das angelegte Geld – im Vergleich zum vorherigen Halt in Porto Petro wie ein Blick in eine andere Welt. Schiffe aus den verschiedensten Heimathäfen Europas ankern hier. Mülheim an der Ruhr, Düsseldorf, London, Chester, Lissabon…

Aus London - die "Catch Me...If You Can..."

Aus London – die “Catch Me…If You Can…”

...und die "Holls" aus Chester

…und die “Holls” aus Chester

…von weit her angereist sind ihre Eigentümer – da kann es schon einmal eng werden in der ohnehin schon gut belegten “Marina Cala d’Or”.

Dicht an dicht

Dicht an dicht

Die weißen Gebäude des Architekten Josep Costa Ferrer passen sich den ebenfalls weißen Booten mehr als an. Grüne Farbtupfer in Form von Palmen, die die Hafenpromenade säumen, bringen Kontraste in den bei Sonnenschein gleißend angestrahlten Hafen. Einen Strand gibt es hier übrigens auch – er befindet sich allerdings rund 10 Gehminuten außerhalb. Der Weg dorthin führt entlang des länglichen Hafens bis zu einer kleinen Bucht. Mit auf den Weg dorthin nehme ich euch im nächsten Artikel. Bis dahin halten wir uns noch ein wenig in der Marina Porto Cari auf und genießen mit euch die Eindrücke.

Restaurants auf der gegenüberliegenden Hafenseite

Restaurants auf der gegenüberliegenden Hafenseite

The Port Pub

The Port Pub

Mehrere Millionen auf einem Foto

Mehrere Millionen auf einem Foto

Den Hafen erreicht...

Den Hafen erreicht…

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